Googelt Google CSS?
Es mußte so kommen: Dass Suchmaschinen sich für CSS-Dateien interessieren. Und irgendwas damit anstellen.
Noch sind die Beiträge sporadisch im Netz zu finden, aber es werden mehr: Die Suchmaschinen, allen voran Google, interessieren sich zunehmend für CSS-Dateien. Die Frage ist: warum?
In der Steinzeit des Internets war es durchaus üblich, Suchmaschinen auszutricksen, Text den Suchmaschinen anzubieten, der den Lesern verborgen blieb, indem die Website-Betreiber zum Beispiel einfach weißen Text auf weißen Grund setzen. Darin wurden dann alle möglichen Suchwörter untergebracht – als Futter für Yahoo und Co., um sich bei ihnen beliebt zu machen.
Der Trick funktioniert nicht mehr.
Nun ist es aber nicht unüblich, auch mit CSS Elemente auszublenden. Ein gängiger Variante – auch auf dieser Site verwendet: Um den in HTML als Überschrift gesetzten Titel einer Seite, in diesem Falle also elbwiese.de, durch eine Grafik zu ersetzen, wird die Überschrift einfach mittels text-indent:-9999px einfach aus dem Sichtfeld des Browser verschoben. Der Effekt: der Titel sieht gut aus, aber Suchmaschinen und Nutzern von Screenreadern, denen Grafiken nichts nützen, wird eine sehr relavante Information nicht vorenthalten. Natürlich lassen sich solche und ähnlich Techniken auch für dirty tricks einsetzen.
Strafen Suchmaschinen künftig solche Tricks ab? Oder reagieren sie schon empfindlich, wenn sie vom Besuch der CSS-Dateien ausgesperrt werden? Verbannen Sie solche Seiten aus dem Index?
Ein schlüssige Antwort wird von den Herren der Suchmaschinen nicht zu erwarten sein. Ich hab also hier und auf anderen von mir betreuten Projekten die CSS-Dateien freigegeben. Sollen sie doch von den Bots mitgelesen werden. Denn wie sagt der deutsche Michel im ergebenen Vertrauen auf höhere Mächte? Eigentlich habe ich nichts zu verbergen – auch wenn die CSS-Dateien etwas verbergen.