die Basissprache des Webs
Im Internet wird nicht englisch gesprochen, nicht deutsch, chinesisch oder französisch. Sondern zuerst HTML. Das Kürzel steht für Hypertext Markup Language – und ohne diese geht (fast) nichts im Internet, obwohl die wenigstens Nutzer sie jemals zu Gesicht bekommen.
Denn wenn sie eine Seite aufrufen, sehen sie Text und Grafiken, vielleicht auch eine Animation oder ein Formular. HTML ist das, was all diese Elemente im innersten zusammenhält.
Auf dem Papier ist es ganz einfach: Wer ein Wort hervorheben will, schreibt es kursiv, groß, unterstreicht es oder nutzt eine andere Farbe. Nun gibt es im Netz diese Möglichkeiten auch – aber das ist eben nur die Oberfläche.
Tatsächlich hängen die Texte, Bilder usw. in einem Gerüst, eben in HTML. HTML besteht aus etlichen so genannten Elementen, einfachen Befehlen, die dem Browser zum Beispiel signalisieren, was eine Überschrift erster Ordnung ist oder ein Absatz, wohin ein Link führt oder wo das Bild zu finden ist, das auf der Seite angezeigt werden soll. Ein Absatz zum Beispiel wird einfach mit dem Befehl <p> eingeleitet und mit </p> abgeschlossen. HTML sorgt für eine logische Struktur in den Dokumenten einer Website.
Erfunden wurde HTML 1989 von Tim Berners-Lee, der auch die erste Website der Welt aufsetzte.
Seither ist HTML immer wieder erweitert worden. Teilweise hat das zu einigem Chaos geführt, da immer mehr HTML-Elemente nicht standardisiert wurden: Was der eine Browser verstand, blieb dem nächsten unerklärlich. Oberste Institution in Sachen HTML (und des Fortentwicklung XHTML) ist das World Wide Web Consortium (W3C), wenngleich es inzwischen in die Kritik geraten ist, weil seine neuen Vorschläge alles andere als praxisnah sind und es selbst zu langsam ist.
In den vergangenen Jahren wird das Thema Webstandards sowohl bei Entwicklern wie bei Browseranbietern in den Mittelpunkt des Interesses gerückt. Das hat mehr als rein akademischen Charakter: Manch moderne Technik im Netz funktioniert nur mit korrekten Code, der zudem eine Grundvoraussetzung für barrierefreie Websites darstellt.
Die Einhaltung von Webstandards lässt sich online auf Validome überprüfen.
elbwiese.de ist die Website von Thomas Steinberg, einem Journalisten und Webentwickler aus Dessau, der besonderen Wert legt auf standardkonform programmierte, barrierefreie Websites.