Omas letzte Fahrt

Ein Schienendrehkran wird auf dem Gelände der Schiffswerft Roßlau rangiert. - Foto: Thomas Steinberg

Es dürfte die wohl letzte Fahrt für Oma sein. Oma, so wurde der Schienendrehkran vom Typ EDK 50 von den Mitarbeitern der Roßlauer Schiffswerft genannt. Dort tat er seit Mitte der 50er Jahre seinen Dienst, bis er schließlich nicht mehr gebraucht wurde. Oma sollte auf dem Schrottplatz enden.

Vor dem schmählichen Ende bewahrt hat ihn der Dessauer Verein Triebwagenmuseum. Der kaufte der Schiffswerft den in Leipzig gebauten Kran ab und rangierte ihn in einer komplizierten Aktion vom Werftgelände.

Im Führerhaus des Krans sitzt Vereinschef Thomas Steich. Er fährt Regionalzüge und besitzt als eingefleischter Eisenbahnfan selbst eine für den Verkehr zugelassene 1000-PS-Diesellok. Mit ihr schleppte er die Oma zum Vereinssitz auf das Gelände des ehemaligen Waggonbau Dessau.

Roßlau,