Über mich

Selbstporträt Thomas Steinberg - Foto: Thomas Steinberg

Ein paar Jahre habe ich nicht in Dessau gelebt. Es war Anfang der 80er, als es in Templin (Brandenburg) zu meinen Jobs gehörte, das Elternhaus von – kein Witz – Angela Merkel zu heizen. Ein Umstand, der mir allerdings erst mit ihrer Wahl zur Kanzlerin bewusst wurde.

Ansonsten blieb es eben immer Dessau. Dort habe ich als Kind eine Kamera geschenkt bekommen, dazu ein passendes Fotobuch, und mit zehn Jahren überzeugte ich meinen Vater, mir seine Spiegelreflexkamera zu überlassen.

Seither haben die Fotografie und ich eine On-Off-Beziehung geführt – mal ziemlich intensiv, dann wieder lange Funkstille. Vor ein paar Jahren haben wir wieder zueinandergefunden.

An Kameras interessiert mich nicht, ob sie ein paar Megapixel mehr liefern oder der Autofokus besonders schnell ist. Viel wichtiger ist mir eine Funktion, die in keinem Kamerahandbuch erwähnt wird: die des Türöffners in manchmal benachbarte und doch ganz fremde Welten.

Thomas Steinberg